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Sonderschulen

Allgemeine Informationen
Die Sonderschule in ihren verschiedenen Arten hat physisch und psychisch behinderte Kinder in einer ihrer Behinderungsart entsprechenden Weise zu fördern. Unterschieden wird in allgemeine Sonderschule sowie andere Typen der Sonderschule, die auf bestimmte Behinderungsarten ausgerichtet sind.

Den Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf soll nach Möglichkeit eine der jeweiligen altersmäßig entsprechenden Schulform (Volksschule, Neue Mittelschule und Polytechnische Schule bzw. auch allgemeinbildende höhere Schule und Hauswirtschaftschule) entsprechende Bildung vermittelt werden (integrativer Unterricht).

Daher sind sowohl selbstständige Sonderschulen als auch Sonderschulklassen (an Neuen Mittelschulen, Polytechnischen Schulen usw.) eingerichtet oder es findet ein gemeinsamer Unterricht für behinderte und nicht behinderte SchülerInnen, die zusätzlich entsprechende Förderung erfahren, an den genannten Schultypen statt.

Ebenso wie andere Pflichtschulen umfasst die Sonderschule neun Schulstufen, wobei die 9. Schulstufe das Berufsvorbereitungsjahr darstellt. Als verbindliche Übung ist der Gegenstand „Berufsorientierung in der 7. und 8. Schulstufe“ eingeführt worden.

Mit Zustimmung des Schulerhalters und Genehmigung durch die zuständige Schulbehörde, kann bei Bedarf die Sonderschule maximal zwölf Jahre lang besucht werden.

Bildungsziele
Im Wesentlichen geht es um die Entwicklung und Förderung individueller Begabungen und Möglichkeiten entsprechend der Behinderungsart der SchülerInnen.

Bezüglich der Persönlichkeitsbildung kommt dem Wissen um die eigenen Stärken und Schwächen sowie der Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, mit anderen zu kooperieren und Strategien zur Konfliktbewältigung zu entwickeln, große Bedeutung zu.

Die SchülerInnen sollen ihre eigenen Lebenspläne und Vorstellungen von beruflichen Möglichkeiten entwickeln. Nach Möglichkeit ist die Erreichung des jeweiligen Bildungszieles der Volksschule, Neuen Mittelschule oder Polytechnischen Schule anzustreben und zu den entsprechenden Übergängen zu befähigen.

Bildungsinhalte
Für die einzelnen Arten der Sonderschule gibt es entsprechende Lehrpläne, die auch an das jeweilige zu erreichende Bildungsziel (Volksschule, Neue Mittelschule, Polytechnische Schule) angepasst sind, wenn die Sonderschule als eine Schule der genannten Typen geführt wird.

Bei der Erlassung der Lehrpläne wird die jeweilige Bildungsfähigkeit der SchülerInnen berücksichtigt.

Folgende Arten von Sonderschulen kommen in Betracht, wobei entweder nach der Art der Ausgestaltung des Lehrplans oder nach der Art der Behinderung unterschieden werden kann:

Sonderschulen mit eigenem Lehrplan:

Sonderschulen, die nach einem Lehrplan der Volksschule, Neuen Mittelschule, Polytechnischen Schule oder einer Sonderschule anderer Art unterrichtet werden:

Besonderheiten
Schulpflichtige Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind berechtigt, die allgemeine Schulpflicht entweder in einer allgemeinen Sonderschule oder (nach dem Prinzip des integrativen Unterrichts) in einer anderen Schule zu erfüllen (Volksschule, Neue Mittelschule, Polytechnische Schule, Unterstufe AHS, einjährige Haushaltungsschule), soweit diese vorhanden sind und es dem Kind zumutbar ist (Entfernung, Schulweg, interne Unterbringung). Beratung darüber bietet der NÖ Landesschulrat (Feststellung des Förderbedarfs auf Antrag der Eltern, wobei die auf die jeweiligen Bedürfnisse der SchülerInnen angepasste, bestmögliche Förderung angestrebt wird).

Für die Beratung hinsichtlich des Übergangs in die Volksschule (Erreichen der Schulreife) bzw. in die Neue Mittelschule und etwaige andere Schulformen stellen die 52 Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik in Niederösterreich, die einzelnen Sonderschulen angegliedert sind, eine wichtige Unterstützung dar.

Der Text bezieht sich auf das Schulorganisationsgesetz 1962, BGBl. 162/1962, i.d.g.F. BGBl. 48/2014, insbesondere § 22 ff.

 
 

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