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Höhere technische Lehranstalten

Allgemeine Informationen
Die höheren technischen Lehranstalten vermitteln neben einer fundierten Allgemeinbildung auch eine fachliche Ausbildung, die die SchülerInnen dazu befähigt, eine gehobene Tätigkeit auf technischem, gewerblichem, kunstgewerblichem, kaufmännischem oder hauswirtschaftlichem sowie sonstigem wirtschaftlichen Gebiet auszuüben. Abgesehen von den Sonderformen (z.B. für Berufstätige) werden die höheren technischen Lehranstalten nach der 8. Schulstufe besucht. Die fünfjährige Ausbildung schließt mit der Diplom- und Reifeprüfung ab. Der Abschluss wird europaweit im Sinne der EU-Richtlinie 92/51 EWG, Anhang D als Diplomausbildung anerkannt.

Den höheren technischen Lehranstalten ist die technische, gewerbliche und kunstgewerbliche Fachschule eingegliedert, siehe weiter unten im Text.

Bildungsziele
Zentrales Bildungsziel der höheren technischen Lehranstalten ist die Vermittlung von Allgemeinbildung sowie von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die direkt in einem technischen, gewerblichen oder kunstgewerblichen Beruf angewendet werden können. Das beinhaltet auch den Werkstätten- oder sonstigen praktischen Unterricht mit der Zielsetzung der Vermittlung von notwendigen praktischen Fertigkeiten. Gleichzeitig soll eine Fortsetzung der Ausbildung auf Universitätsniveau ermöglicht werden.

Bildungsinhalte/Methoden
Neben den allgemeinbildenden Fächern (Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen, Informatik usw.) werden in den höheren technischen Lehranstalten in unterschiedlichem Ausmaß betriebswirtschaftliche Fächer (Betriebswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Recht) und vor allem Fächer des jeweiligen Fachbereichs angeboten.

Bei den berufsbildenden höheren Schulen mit technischer, gewerblicher oder kunstgewerblicher Ausrichtung werden unter anderem die Fachrichtungen Bau-Holz, Elektrotechnik-Elektronik, Mechatronik, Maschinenbau, Textil, Kunst, Werkstofftechnik und Wirtschaftsingenieurwesen angeboten.

Berufliche Möglichkeiten
Neben dem direkten Einstieg in einen einschlägigen technisch-gewerblichen Beruf bietet sich auch der Gang in die Selbstständigkeit über den Erwerb einer Gewerbeberechtigung an. Mit absolvierter Diplomprüfung eröffnet sich für den weiteren Bildungsweg das Studium an Universitäten, Fachhochschulen und Akademien.

Besonderheiten
Als Sonderformen der höheren technisch-gewerblichen Lehranstalten werden berufsbegleitend für Personen mit Lehrabschluss, Meisterprüfung oder Matura Kollegs und Meisterschulen – Meisterklassen in Tages- oder Abendform angeboten.

Kollegs dauern acht Semester, sechs Semester benötigen Personen mit Fachschulabschluss, Meisterschulen dauern ein bis vier Semester, je nach angestrebter Qualifikation.

Betreffend Neue Mittelschule und Polytechnische Schule gelten für die berufsbildenden höheren Schulen allgemein formulierte, differenzierte Aufnahmevoraussetzungen.

Technische, gewerbliche und kunstgewerbliche Fachschulen

Allgemeine Informationen
Die Fachschulen entsprechen dem Typ der berufsbildenden mittleren Schule, beinhalten zwei- bis vierjährige Lehrgänge und schließen mit einer Abschlussprüfung, die (nach zweijähriger Berufspraxis) Berufsberechtigungen und Gewerbeberechtigungen zulässt. Zusätzlich kann eine Berufsreifeprüfung abgelegt werden. Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen sich in allen gewerblichen und industriellen Produktionsbetrieben. Als Aufnahmevoraussetzung erfordert der Besuch einer Fachschule den positiven Abschluss der 8. Schulstufe.

Diese Kategorie enthält auch eine Fachschule, die keiner höheren technischen Lehranstalt angegliedert ist, die Bundesfachschule für Flugtechnik in Langenlebarn im Bezirk Tulln.

Bildungsziele
So wie die höheren technisch-gewerblichen Lehranstalten haben die Fachschulen die Allgemeinbildung und die berufspraktische Bildung gleichermaßen im Fokus. Die technischen, gewerblichen und kunstgewerblichen Fachschulen dienen der Erlernung eines oder mehrerer Gewerbe oder der Ausbildung auf technischem oder kunstgewerblichem Gebiet. Hierbei ist in einem Werkstättenunterricht oder in einem sonstigen praktischen Unterricht eine sichere handwerkliche oder sonstige praktische Fertigkeit zu vermitteln.

In den Lehrplänen der berufsbildenden mittleren Schulen sind als Pflichtgegenstände unter anderem Deutsch, Religion und eine lebende Fremdsprache vorgesehen. Hinsichtlich der fachlich-thematischen und der beruflichen Ausrichtung sehen die Schulen im Lehrplan mathematische, naturwissenschaftliche, fremdsprachliche, rechtliche, praktische und betriebswirtschaftliche Pflichtgegenstände sowie Pflichtpraktika vor.

Der Text bezieht sich auf das Schulorganisationsgesetz 1962, BGBl. 162/1962, i.d.g.F. BGBl. 48/2014, insbesondere, § 72 ff, § 58.

 
 

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